Marktbericht 4. Quartal 2018

„Sprache und Evolution, Emotion und Investition“

Frankfurt am Main, den 8. Januar 2019 - Sprache ist es, was den Menschen ausmacht. Die Fähigkeit, Wörter nach bestimmten Regeln zu kombinieren und damit differenziert miteinander kommunizieren zu können, unterscheidet uns Menschen von den Tieren, und hat die Entwicklung der zivilisierten Gesellschaft erst möglich gemacht. Der Zoologe Kurt Kotrschal hat es einmal so formuliert: „Menschwerdung ist Evolution des Wortes, und das Wort treibt die Evolution des Menschen.“

Ohne Sprache also keine Evolution, ohne Sprache keine sinnvollen Gesellschaftsstrukturen. Damit ist der aktive Austausch von unterschiedlichen Gedanken und Meinungen auch der wesentliche Grundstein der Demokratie. Demokratie wäre ohne Sprache nicht möglich. Demokratie bedeutet vor allem, Kompromisse zu schließen. Gute Kompromisse entstehen aber nur, wenn man zuvor alle Meinungen kennt und miteinander ausgetauscht hat, wenn man im allerbesten Sinne miteinander gestritten hat.

Die Fähigkeit des guten Streitens geht unserer Gesellschaft immer mehr verloren. Das ist bedenklich. In den sozialen Medien giftet man einander offen an, man schreit den anderen bei Demonstrationen nieder und verweigert sich jeder Diskussion. Das sehen wir immer mehr, überall auf der Welt. Eindimensionales Denken aber gefährdet die Demokratie und damit unsere Freiheit und unseren Wohlstand.

Barack Obama sagt dazu: „Wenn Demokratie funktionieren soll, müssen wir in der Lage sein, uns in Menschen hineinzuversetzen, die anders sind, die andere Erfahrungen gemacht haben und die aus anderen Kontexten kommen. Wir müssen sie ins Gespräch hineinholen, auch wenn das frustrierend ist; wir müssen ihnen zuhören, auch wenn uns nicht gefällt, was sie zu sagen haben; wir müssen hoffen, dass wir ihre Ansichten ändern können – und wir müssen offen sein dafür, dass sie die unsrigen ändern.“ (aus Barack Obama, „Wo wir stehen“).

Wo stehen wir also und wo wollen wir hin? Was ist uns die Demokratie wert, was kann sie aushalten, was kann unsere Gesellschaft aushalten? Sind wir offen genug, anderen zuzuhören und unsere eigene Position zu hinterfragen?

Wir müssen wieder lernen, bewusst miteinander zu reden und einander zuzuhören. Das ist schon alles. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in seiner Ansprache folgenden Weihnachtswunsch formuliert: „Sprechen Sie mit Menschen, die nicht Ihrer Meinung sind! Sprechen Sie ganz bewusst mal mit jemandem, über den Sie vielleicht schon eine Meinung haben, mit dem Sie aber sonst kein Wort gewechselt hätten.“ Also los, reden und streiten wir und bringen unsere Gesellschaft voran!

Das abgelaufene Quartal war auch an den Kapitalmärkten außerordentlich bewegt und hat sichtbare Spuren insbesondere in den Aktienanlagen hinterlassen. Wir möchten Ihnen daher unseren Kapitalmarktbericht sehr ans Herz legen. Sie lesen auf den nachfolgenden Seiten, wie wir auf die Börsenbewegungen reagiert haben und welche weiteren Entwicklungen wir erwarten. Und dann möchten wir sehr gerne auch hierzu mit Ihnen ins Gespräch kommen. Lassen Sie uns reden, über Ihr Portfolio, Ihre Anlageziele, unsere Strategien und Ihre Fragen dazu. Für eine Terminvereinbarung stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Ihnen und Ihrer Familie wünschen wir ein gesundes und friedvolles Neues Jahr mit guten Gesprächen, offenen Herzen und offenen Ohren. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Mit herzlichen Grüßen

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