Marktbericht 3. Quartal 2016

„Mut wird belohnt”

Frankfurt am Main, den 6. Oktober 2016 - die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland und der Welt kann in der Tat Sorge bereiten. Es scheint, dass Angst vor Veränderung, vor Neuem und vor allem vor dem Fremden den Blick der Menschen verzerrt. Die Angst treibt sie in die Arme von Politikern, die mit scheinbar dumpfen Parolen nicht nur diese Ängste schüren, sondern mit ihren Pauschallösungen auch das Auseinanderdriften der Gruppen innerhalb der Gesellschaft vorantreiben.

Es verstärkt sich der Eindruck, dass es den Menschen immer schwerer fällt, andere Meinungen, Lebensentwürfe und Ansichten auszuhalten, und sie somit immer weniger bereit zu sein scheinen, das auszuhalten, was Kern der Demokratie ist. Statt miteinander im Gespräch zu bleiben und sachliche Argumente mit dem Ziel eines gesellschaftlichen Konsens auszutauschen, befördert man Schlagwörter, teilweise von zweifelhafter Historie und begrenztem Wahrheitsgehalt. Übersehen wird, wieviel weiter die Realität und große Teile der Gesellschaft schon sind, und viele der Ängste scheinen dann umso mehr unbegründet. Und übersehen wird auch, dass die Lauten nicht die Mehrheit stellen.

Europas Einheit ist vor allem eine Einheit der gemeinsamen Werte. Die Demokratie und der respektvolle Umgang mit einem jeden Bürger sind dabei die wesentlichsten Eckpfeiler. Je mehr wir dies vergessen, je weniger wir dies leben, desto weniger Wert ist Europa, im doppelten Sinne.

Werte bedeuten nicht nur Recht, sondern auch Pflicht. Ist es nicht nahezu schizophren, wenn die Bürger einerseits einen Autokraten wie Recep Tayyip Erdoğan keinesfalls durch Milliardengelder unterstützen wollen, gleichzeitig aber eine Obergrenze für Flüchtlinge diskutieren und dafür den Flüchtlingsstrom durch ein Abkommen mit der Türkei stoppen lassen? Beides geht nicht. Wer das eine will, muss das andere hinnehmen. Ich muss für meine Werte eintreten, auch wenn es manchmal belastet und weh tut. Und wenn wir das täten, könnten wir umso schneller unsere Energie dafür einsetzen, die Ursachen der Flüchtlingsströme anzupacken. Das würde wirklich helfen und braucht dringend mehr Anstrengungen.

Gerade wir Deutschen haben trotz der berühmten „German Angst“ die vielfältigen Herausforderungen immer wieder überwunden. Wiederaufbau nach dem Krieg, Flucht der Vertriebenen aus den Ostgebieten, RAF-Terror, Zustrom der Russlanddeutschen, Wiedervereinigung, Finanz- und Wirtschaftskrise 2008: Die Bundesrepublik hat immer wieder eine enorme Kraft gezeigt, Probleme anzupacken und zu lösen. Dabei war nie alles perfekt und es wird nie alles perfekt sein. Doch nur „Nein!“ zu rufen, hat nie geholfen. Aus dem Anpacken ist immer wieder Neues entstanden und hat uns neue Perspektiven geschenkt. Und seien wir ehrlich: Es geht uns so gut wie nie.

Wirkliche Lösungen entstehen in der Diskussion miteinander. Weiterentwicklung braucht Veränderung, braucht Offenheit für Neues. Und der dafür erforderliche Mut wird belohnt. Dies erleben wir selbst jeden Tag, im Beruf, im Sport, im Privaten. Man macht keine Tore, wenn man sich nur hinten rein stellt. Nur durch Defensive gewinnt man kein Spiel, wird man kein erfolgreiches Unternehmen und führt kein befriedigendes Leben. Probleme anpacken, sobald sie erkennbar werden, Neues wagen, nach vorne blicken. Erfolgreiche Veränderungen sind immer von Engagement und Mut getragen.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt weiter uneinheitlich. Die Notenbanken bestimmen weiter die Kapitalmärkte und auch der Ausgang der Wahlen in den USA wird einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklungen der kommenden Monate haben. Einen ersten Überblick zu unseren aktuellen Einschätzungen und Erwartungen finden Sie in unserem Kapitalmarktbericht zum 3. Quartal.

Gerne führen wir das Gespräch über die derzeitige Marktlage persönlich mit Ihnen fort und tauschen uns mit Ihnen über Ihre persönliche Anlagestrategie und derzeitige Vermögenssituation aus. Für eine Terminvereinbarung und weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen

RSM Vermögensmanagement GmbH
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René Stadtmüller und Stefan Mönkediek

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Die in diesem Marktbericht beschriebenen Portfoliomaßnahmen beschreiben unser Vorgehen im Rahmen unserer Basisannahmen. Inwieweit diese Transaktionen auch im jeweiligen Mandantenportfolio umgesetzt werden, hängt sowohl von der individuellen Anlagestrategie als auch von besonderen Mandantenvorgaben ab. Daher kann es zu Abweichungen in den Darstellungen dieses Marktberichts und dem persönlichen Portfolio kommen.

Dieser Marktbericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensgegenständen dar. Die zur Verfügung gestellten Informationen bedeuten keine Empfehlung oder Beratung. Im Marktkommentar zum Ausdruck gebrachte Meinungen können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Angaben zu historischen Wertentwicklungen erlauben keine Rückschlüsse auf Wertentwicklungen in der Zukunft. Der Verfasser oder dessen Gesellschaft übernimmt keinerlei Haftung für die Verwendung dieses Marktkommentars oder deren Inhalt. Änderungen des Marktkommentars oder deren Inhalt bedürfen der ausdrücklichen Erlaubnis des Verfassers oder der Gesellschaft.

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