Marktbericht 1. Quartal 2019

„Die Freiheit und der Brexit“

Frankfurt am Main, den 4. April 2019 - Der Blick über den Ärmelkanal erzeugt in diesen Tagen nur Kopfschütteln, mit wem auch immer man spricht. Selten hat ein Staat seine innere Zerrissenheit so sichtbar gemacht und öffentlich ausgelebt wie Großbritannien es derzeit in der Brexit-Frage tut. Der Riss geht durch alle Parteien, Jung und Alt, Stadt und Land. Im britischen Unterhaus kommen dann noch persönliche Machtinteressen und parteipolitische Ziele hinzu. Der Blick fürs große Ganze, für das Wohl des Volkes als die Summe all seiner Bürger ist nicht mehr erkennbar, und das bei der wichtigsten Zukunftsfrage des Landes.

Auf den ersten Blick mag man denken, dass so etwas auch nur in Großbritannien möglich ist. Aber ist das wirklich so? In Frankreich gründet sich der Gelbwestenprotest ebenfalls auf wachsenden Differenzen zwischen Stadt- und Landbevölkerung und zwischen den verschiedenen sozialen Schichten. Die Wahlerfolge populistischer Parteien überall auf der Welt haben ähnliche Ursachen.

Auch im Alltag scheint ein wachsender Egoismus mit einem engen Blick auf den eigenen Vorteil das Miteinander immer mehr zu beeinflussen. Die Diskussionen werden lauter und die eigenen Argumente gerne mit einer gewissen „Überdehnung“ der Fakten unterlegt. Wir erleben es im Straßenverkehr, beim Einkauf oder im Beruf, bei der Selbstdarstellung im Internet, auf den Amateur-Fußballplätzen, und wir erleben es ebenso in den Ultra-Fankurven der Bundesliga, bei politischen Diskussionen, der Planung neuer Infrastrukturprojekte oder der Bewältigung der Flüchtlingswelle, um ein paar Beispiele zu nennen.

Staat und Volkswirtschaft sind aber nur dann gesund, stabil und erfolgreich, wenn es allen gut bzw. kontinuierlich besser geht und alle teilhaben können. Nur so gelingt eine funktionierende Gesellschaft. Das Brexit-Chaos sollte uns daher immer wieder Mahnung sein, uns selbst zurückzunehmen, offen zu sein für die Meinung anderer, wertschätzend im Gespräch zu bleiben und den Blick fürs große Ganze nicht zu verlieren. „Die eigene Freiheit hört dort auf, wo die des anderen beginnt.“ hat Kant gesagt. Wir haben ihn damit an dieser Stelle schon einmal zitiert und tun es immer wieder gerne.

Das abgelaufene Quartal war für alle von uns verwalteten Mandate ein sehr gutes. Unsere Aktienstrategie ist erfolgreich aufgegangen und auch die Anleiheportfolien konnten sich positiv entwickeln. Die Marktrisiken bleiben dennoch hoch und wir müssen unverändert mit kurzfristig aufkommender Volatilität rechnen. Dazu finden Sie Näheres in unserem Marktbericht zum 1. Quartal 2019.

Wie immer stehen wir Ihnen für Ihre Fragen, Hinweise und Anregungen jederzeit gerne zur Verfügung und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen! Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Mit herzlichen Grüßen

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