Marktbericht 1. Quartal 2017

„Pulsschlag”

Frankfurt am Main, den 6. April 2017 - Seit Beginn der Finanzkrise ist in vielen Ländern Europas ein Erstarken der populistischen Strömungen am linken wie rechten Politikrand festzustellen. Die Komplexität der Probleme scheint viele Bürger zu überfordern und hinzu kommen Zukunftsängste vor wirtschaftlichem Abstieg des Einzelnen, akut ausgelöst durch die erforderlichen Strukturreformen oder sinkende Rentenerwartungen im Alter. In diesem Umfeld wirken die vermeintlich einfachen Antworten der populistischen Parteien umso stärker.

Neue Untersuchungen zeigen inzwischen aber noch etwas, nämlich ein gewisses „Demokratie-Ermüden“. Wir genießen seit über 70 Jahren Frieden und Freiheit, wachsenden Wohlstand der Gesellschaft und immer größere Möglichkeiten zur Entfaltung der persönlichen Individualität. Viele haben die Errungenschaften der Demokratie zu selbstverständlich genommen, und dieser „Ruhepuls“ hat Raum freigegeben für die gar nicht so stark wachsende Gruppe der populistischen Wähler.

Erst langsam scheinen die Bürger wieder zu erwachen. In den Niederlanden fällt vor allem die stark gestiegene Wahlbeteiligung auf, die verhindert hat, dass die PPV des Geert Wilders stärkste Kraft wurde. Auch in Deutschland stärken seit kurzem viele frühere Nichtwähler die „klassischen“ Parteien, erkennbar in den Umfragewerten für Martin Schulz oder dem Wahlergebnis im Saarland.

„Beim Brexit wurde ich munter, nach Trump war ich wach.“ bekannte eine junge Frau vor wenigen Wochen auf dem Frankfurter Rathenauplatz, wo sich seit Januar jeden Sonntag der „Pulse of Europe“ (www.pulseofeurope.eu) trifft. Nach den US-Wahlen initiierten zwei Frankfurter Ehepaare diese Kundgebungen für die Einheit Europas, für europäische Werte und den Fortbestand der Europäischen Union. Aus wenigen Hundert beim ersten „Pulse of Europe“ in Frankfurt sind inzwischen über 30.000 Menschen bei Kundgebungen in über sechzig Städten in elf europäischen Ländern geworden. Eine überparteiliche Bürgerbewegung, entstanden aus einer privaten Initiative mit einem klaren Bekenntnis FÜR etwas ist eine ermutigende Entwicklung - Europa fängt an sich zu wehren.

Das zeigen auch die Rumänen, in dem sie seit Monaten unablässig gegen Korruption und Misswirtschaft und für Demokratie und Europa demonstrieren. Die Demonstrationen wiederlegen auch das Vorurteil, viele Osteuropäer nähmen die materiellen Vorteile der EU gerne mit, seien aber an den Werten nicht interessiert. Unsere freiheitliche Demokratie entstand, weil die Siegermächte des zweiten Weltkriegs ihr Werteverständnis zur Grundlage des Wiederaufbaus in Europa machten, und aus diesen Werten heraus wurden die osteuropäischen Länder nach der Wende in die EU aufgenommen. Wirtschaftliche Vorteile waren für Westeuropa jedenfalls kaum daraus zu erwarten, eher Belastungen und sinkende Zuwendungen der EU für das eigene Land.

Wir können nur wünschen, dass dieser Pulsschlag noch viele Bürger mehr weckt und motiviert, ihr Wahlrecht wahrzunehmen. Wählen zu dürfen und damit mitzugestalten, ist die größte Errungenschaft der freiheitlichen Demokratie und damit Grundlage unseres freien und sicheren Lebens.

Welcher Pulsschlag die Kapitalmärkte zuletzt bewegt hat und wie sich dies auf Ihr Portfolio ausgewirkt hat, erfahren Sie in unserem aktuellen Kapitalmarktbericht zum 1. Quartal 2017.

Gerne führen wir das Gespräch über die derzeitige Marktlage und Ihre Vermögenssituation persönlich mit Ihnen fort. Für eine Terminvereinbarung und weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen

ProVidens Vermögensmanagement GmbH
Ihre Trusted Asset Advisors

Kontakt

ProVidens Vermögensmanagement GmbH
Trusted Asset Advisors
Stefan Mönkediek
Telefon +49-69-1539261-36
Mobil +49 177 822 42 33
stefan.moenkediek@providens.de